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Wattschnecke

Das schwarzbraune Gehäuse der Wattschnecke (Hydrobia ulvae) wird nur 3 bis 6 mm lang. Im Wattenmeer siedelt die Art vor allem im Misch- und Schlickwatt, kann im Sommer aber auch an allen anderen Stellen massenhaft auftreten. Normalerweise kriechen die Schnecken in Schlängellinien über den Schlick - mit einer Geschwindigkeit von 2 cm pro Minute. Mit einem Trick kann die Wattschnecke sehr mobil und wesentlich schneller sein: sie baut ein Floß aus Schneckenschleim, heftet sich unten an und schwimmt damit bei ruhigem Wetter an der Unterseite der Wasseroberfläche. Mit der auflaufenden Flut können Millionen von Schnecken auf diese Weise kilometerweit verreisen. Nach einer Weile fressen die Schnecken das Schleimfloß auf und sinken zu Boden.

Die Wattschnecke frisst alles, was sich auf der Bodenoberfläche abgesetzt hat: Schlamm, Algen und auch den Kot der eigenen Art samt der darin wachsenden Bakterien. Im biologischen Nahrungsnetz hat die Wattschnecke eine Schlüsselstellung, zum Beispiel frisst die Brandente fast nur Wattschnecken. Auch andere Vögel wie Regenpfeifer und Strandläufer sowie Garnelen und junge Strandkrabben verzehren große Mengen dieser Schnecken.

Wattschnecke